happyness

Dein emotionales Leitsystem

Phil Innere Freiheit, Ziele & Selbstverwirklichung Leave a Comment

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Die meisten Menschen wissen genau was sie nicht wollen, aber dadurch sind sie in einem nicht wirklich gutem emotionalen Zustand. Wenn du auch zu den Menschen gehörst, die sich grundsätzlich nicht wirklich gut fühlen, wenn sie an ihre Lebensgeschichte denken, und wenn du von dir sagen kannst , dass dein innerer Dialog meistens lautet:

Ich will dies nicht und jenes nicht

Dann bin ich mir sicher, dass der folgende Text genau das Richtige für dich ist, um ein bisschen Farbe in deine Zukunftsvision deines Selbst zu bringen.

Wenn du also jemand bist, der genau weiß, was er nicht will, aber dennoch fast nie das bekommt, was er wirklich will, bist du von deinem Wunsch, oder deinem Ziel gar nicht einmal so weit entfernt.

Die Umkehr in den Zustand genau zu wissen was du willst, lässt sich nämlich sehr gut daraus ableiten, aus dem Wissen was Du nicht willst, weil beides im Prinzip das Selbe bedeutet, aber nur einen anderen emotionalen Zustand an sich gekoppelt hat. Wie ein Stock mit Zwei Enden, dessen ein Ende rot, und das  andere Ende blau ist.

Wenn du die Geschichte deines Lebens erzählst (und das tust du fast den ganzen Tag lang in deinen Worten, Gedanken und Taten), ist es zunächst wichtig auf das Gefühl dabei zu achten, wie du dich bei dem was du sagst auch wirklich fühlst.

Ich weiss, manchmal ist es nicht ganz einfach, und aus dem Irrglauben heraus, das Gefühl nicht fühlen zu wollen, wenn man sich an seine eigene Lebensgeschichte erinnert, in jedem Moment und bei jedem Thema, neigt der eine oder andere dazu , die Lebensgeschichte oder Teile davon lieber zu vergraben. Da spreche ich auch aus Erfahrung.

Was dir dabei wahrscheinlich nicht klar ist, ist die Tatsache, dass es wirklich nützlich ist das Gefühl dabei zu beobachten, und darauf zu achten, wie sich das eigene Gefühl verändert, wenn man seine Lebensgeschichte mit anderen Augen sieht. Dabei wirst du vermutlich festsgestellt haben, dass sich in deinem Leben das erstemal überhaupt eine Wahlmöglichkeit auftut, bei der du erkannt haben wirst, dass es in deiner Macht liegt, wie du dich fühlst.

Du kannst dich für das Positive, oder das Negative entscheiden. Und während sich dir diese ständige Wahlmöglichkeit bietet, kannst du dich entweder auf das Erwünschte, oder das nicht Erwünschte ausrichten – bei jeder Sache, weil jede Sache im Prinzip zwei Sachen sind:

Das Erwünschte, und die Abwesenheit des Erwünschten.

Dein Gefühl sagt Dir dann, und das ist unfehlbar und präzise wie ein GPS Gerät, worauf du dich gerade ausrichtest – und du kannst diese Entscheidung ständig ändern. Die Gefühle kannst du daher als eine Art Leitsystem betrachten.

Lass uns das an einem Beispiel festmachen, wie der Wunsch, und die Abwesenheit des Wunsches ein und das selbe sein können:

Fülle/Armut (Abwesenheit von Fülle)
Gesundheit/Krankheit (Abwesenheit von Gesundheit)
Klarheit/Verwirrung (Abwesenheit von Klarheit)
Wissen/Zweifel (Abwesenheit von Wissen)
Interessiert/gelangweilt (Abwesenheit von Interesse)

Wenn du diese kleine Liste liest, liegt es wahrscheinlich auf der Hand, was ich bei jedem Beispiel für die bessere Wahl halte , worauf ich mich fokussiere und was mir ein gutes Gefühl bereitet, aber es gibt eine einfache und wichtige Sache, die du nicht vergessen darfst.

Wenn man solch eine Liste liest, neigt man dazu, die faktische Wahrheit über die Sache zu stellen (Es zu sagen wie es ist), statt eine Aussage darüber zu treffen, was man sich wünscht. Diese Haltung halte ich dafür verantwortlich genau zu wissen was man nicht will, als lieber damit anzufangen Wünsche an das Leben zu stellen.

Um das zu ändern ist die Übung die, im Prinzip langfristig die Geschichte deines Lebens zu erzählen die du dir wünscht, und schon heute damit anzufangen.

Mache das mit allen dir zur Verfügung stehenden Mitteln, nutze alle deine Sinne bei deiner konkreten Vorstellung deines höheren Selbst:

  • Wie siehst du dich, und wo bist du genau?
  • Was hörst du um dich herum?
  • Welches Gefühl empfindest du, wo genau und mit welcher Intensität?
  • Was schmeckst du, und wie intensiv?
  • was riechst du, und aus welcher Richtung?

Zusätzlich gibt es eine sehr wirkungsvolle Methode damit anzufangen, deine neue Lebensgeschichte zu erzählen,wenn du anfängst genau darauf zu hören, was du den ganzen Tag über so sagst.

Wenn du dich mitten in einer Aussage ertappst, die das Gegenteil dessen was du eigentlich willst beschreibt, halte inne und sage zu dir selbst:

Ich weiss ganz genau was ich nicht will, aber was genau will ich?

Dann äussere bewusst und nachdrücklich deinen wohlwollend formulierten Wunsch.

Anstatt:  Ich hasse Krankheiten
Lieber:  Ich liebe es gesund zu sein (Krankheiten sind nur vorübergehende Schwächen)

Ich weiss, viele würden jetzt protestieren, und behaupten, dass die schlichte Umformulierung eines Satzes nicht dazu führen wird, dass ein Wunder geschieht , aber aus eigener Erfahrung ist diese Annahme bereits eine Täuschung, denn auch dieser Protest kann auf eine negative/wohlwollende Art betrachtet werden.
Wenn du dich bewusst auf eine erwünschte Sache ausrichtest, und häufig verkündest, dass es so ist, wie du es dir wünscht, und dies mit allen deinen Sinnen konkretisierst, wirst du erlebt haben, dass sich dein Gegenüber in Bezug auf diese Sache mit der Zeit eines anderen besinnt.
Diese schlichte Methode ist sehr gut in Viktor Frankls Buch „Trotzdem Ja zum Leben sagen – (KZ aus der Sicht eines Therapeuten ) beschrieben.
Frankl, der spätere Begründer der Logotherapie hielt diese Methode der konkreten Visualisierung eines Wunsches für die Stärkung der menschlichen Resilienz und er selbst hat sich so oft seinen Wunsch vor Augen geführt, ein Buch über sein KZ Erleben zu schreiben, und auf einem Kongress Podium darüber zu berichten. Er hat relativ unbeschadet überlebt, während sich viele seiner Kollegen ohne einen konkreten Wunsch, der sie an das Leben nach dem KZ gebunden hätte, schon sehr bald in den Zaun geschmissen haben, oder andere Art von Suizid begangen haben, oder krank geworden sind und starben. Wahrscheinlich ist es nicht allzu schwer zu erraten, dass Frankls Vision wahr geworden ist. Das Buch ist sehr sehr empfehlenswert, und ich lese es immer wieder gerne.

Zusammenfassend für dich lässt sich sagen, dass du der Schöpfer deiner Lebenserfahrung bist, die Du immer nur retrospektive bewerten kannst, und als Schöpfer deines Erlebens ist es wichtig zu verstehen, dass du nicht Kraft deiner Handlung, nicht Kraft deines Tuns, nicht einmal Kraft dessen, was du sagst erschaffst. Du erschaffst Kraft des Denkens, das du aussendest, in Verbindung mit deinen Gefühlen und dadurch hast du eine Wahl, wie du dich fühlst.  Anhand dieser Gefühle kannst du deine Lebensgeschichte bemessen, du erschaffst damit weit häufiger Erinnerungen, die mit einem gutem Gefühl verankert sind, als du es vielleicht bis dato gewohnt warst.

Du kannst dich bewusst gut fühlen, wenn du dein Denken nach deinen Wünschen ausrichtest.

Viel Spass dabei!

 

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(Bild von Wickenden )

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