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Hin zum „Geliebt-Sein“

Arthur Flirt & Beziehung 1 Comment

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Liebe ist zunächst einmal etwas, was du in dir trägst.
Würde ich versuchen es zu beschreiben, dann wäre es vielleicht ein Gefühl von Geborgenheit, Gelassenheit und purer Lebensfreude.

Diese besondere Art von Lebendfreude, die ich hier meine, kannst du durch dich hindurch fließen lassen. Der Auslöser dafür, dass du dich für diese Form von Energie öffnest, bist du selbst.
Nur du selbst kannst dich dafür öffnen, du kannst nicht von anderen „geöffnet werden“. Andere Menschen können dir dabei vielleicht behilflich sein, doch letztendlich bist du selbst dafür verantwortlich für Liebe empfänglich zu werden.

Liebe ist nichts was „in dich hinein“, sondern etwas, was durch dich hindurch fließt.
Dies ist ein wesentlicher Unterschied. Wenn du der Ansicht bist, dass Andere für dein Gefühl von Liebe verantwortlich wären, dann erhoffst du von diesen anderen Menschen mit Liebe erfüllt zu werden. Liebe wird damit zu etwas, was bloß von außen kommen kann, und wofür andere Menschen verantwortlich sind.
So begeben sich viele Menschen in die Abhängigkeit: Sie machen sich abhängig nach der Bestätigung von außen, sie richten ihr gesamtes Leben und Handeln danach aus, um diese Bestätigung zu erhalten. Natürlich werden sie nie „genug“ haben. Denn gerade das Fehlen von Liebe macht ihr Verständnis von Liebe ja aus:
Ohne es zu merken erhalten sie den Mangel an Liebe in sich selbst aufrecht, indem sie sich auf die ewige Suche begeben, eine Suche, die niemals enden kann.
Wenn du der Meinung bist dass du selbst in deinem Normalzustand nicht genug Liebe hast,
dann ist der Zustand mit dem du durch die Welt läufst der, dass du einen inneren Mangel verspürst und von diesem Mangel getrieben wirst. Es wird dadurch eine Sehnsucht erschaffen die dich in Situationen treibt, die dich immer wieder darin bestätigen, nicht genug an Liebe zu haben oder zu verdienen.

Wer sich innerlich geöffnet und erkannt hat dass Liebe kein endliches Gut, ist, um das man feilschen und kämpfen müsste, der hat möglicherweise festgestellt, dass sie durch ihn hindurch fließt, immer dann wenn er sich ihr öffnet.
Sie fließt durch ihn hindurch – fortwährend und die ganze Zeit über. Diesem Menschen mangelt es nicht an Liebe, sein Normalzustand lässt sich anstatt mit Mangel viel eher mit „Geliebt-Sein“ beschreiben.
Dieser Mensch gestaltet sein eigenes Leben aus dieser inneren Freude heraus,
Seine Bestätigung kommt nicht von außen, sondern von innen, aus dem puren „Sein“. Lebensfreude und das Gefühl von Liebe sind dann der Normalzustand, der vorherrscht.

Bringen wir andere Menschen ins Spiel. Wie du vielleicht bemerkt hast habe ich bisher nur über Liebe im Zusammenhang mit dem einen Menschen geschrieben, der du bist.
Andere Menschen sind meiner Ansicht nach nicht die Ursache für Liebe, und trotzdem spielen sie ihre Rolle. Welche Rolle ist das?

Wenn sich zwei Menschen begegnen die sich innerlich in ihrem Normalzustand „geliebt fühlen“, dann vervielfacht sich dieses Gefühl.
Aus einem „genug“ wird ein „mehr als genug“ – sie teilen in ihrer Begegnung diese Erfahrung von Lebensfreude und Liebe.
Sie sind nicht abhängig, sondern fühlen sich völlig frei. Denn sie sind auch ohne einander „genug“, fühlen sich geliebt und gelassen.
Wozu sollten zwei Menschen dann noch zusammenfinden? Wie schon gesagt, um ein „mehr“ an dem zu erschaffen, was bereits genug ist. Es ist also ob du eh schon gut drauf bist. Warum solltest du dann noch laut loslachen? Na weil es dann noch schöner ist!

Wenn sich hingegen zwei Menschen begegnen, die sich innerlich eher einen Mangel von Liebe in sich tragen, die sich selbst nicht genug fühlen, dann ist es wie vorprogrammiert, dass sich dieser Mangel bei beiden über längere Zeit vergrößert. So entstehen zerstörerische Beziehungen voller Eifersucht und Neid. Oberflächlich scheint vielleicht so, dass sich diese Menschen lieben. Tatsächlich aber teilen sie nur eine Sehnsucht, die aus einem Mangel von Liebe besteht.

„Wenn zwei Bettler zusammenkommen und sich gegenseitig in die Tasche greifen, stellen sie erstaunt fest, dass der andere auch nichts zu geben hat.“  Osho

Liebe ist also etwas, was du in eine Beziehung von Anfang an einbringst. Liebe ist nicht etwas, was du erst in der Beziehung vorfindest.

Du selbst bist für das Vorhandensein von Liebe in dir verantwortlich, und niemand anderes.
Wenn du diese dann noch mit einem Menschen teilst, dann ist es umso schöner. Doch siehe: Ohne diesen Menschen kannst du trotzdem genug davon haben.

 

(Bild von KrystalT)

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Kommentare 1

  1. BlueSpark

    Wieder ein toller Arrow!

    Ich habe ein paar Bücher mit diesem Thema gelesen und fand es am Anfang schwer, das nachzuvollziehen. Soviele Jahre hat man nichts anderes gehört, als dass man sich einzuordnen und anzustrengen hat, „damit man es mal im Leben zu etwas bringt“. Und dann das: „Liebe Dich selbst!“ Ich hab erst langsam eine Ahnung davon bekommen, das was dran sein kann, wenn man sich mit sich selbst beschäftigt. Davon kann ich kaum meinen Kumpeln erzählen, die verstehen das nicht. Halten die Auseinandersetzung mit Gefühlen für weiblich. Diesen Weg, so scheint es, geht man alleine. Naja, nicht ganz, dank dieser Seiten. 🙂 Die Fortschritte sind am Anfang bei mir sehr rar gewesen. Man braucht schon einen Willen und den Glauben, dass es da noch etwas anderes geben könnte, als das bisherige Leben.

    Aber vielleicht ist es gerade der Sinn des Lebens, sich selbst zu erkennen und sich selbst lieben zu lernen? Meine Gedankengebäude sind noch massiv, aber an einigen Fassaden bröckelt es schon. 🙂 Es ist gut, wenn man einen Begleiter hat, wie den hier.

    Alles Gute,
    BlueSpark

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