meditiere

Löse dich und meditiere!

Phil Innere Freiheit Leave a Comment

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Meditation ist eine Herausforderung.
Still und leise in dich hinein zu fühlen ist eine Herausforderung. Herausforderung deshalb, weil es schwer fällt, dich alleine im Angesicht mit deinem an Bedingungen und Erwartungen geknüpften Selbst auseinander zu setzen.
Aber es ist lohnenswert, weil du durch Meditation in den Geschmack deiner Intuition, deiner tiefen Intelligenz, deiner inneren Schönheit und Lebendigkeit kommen kannst, die dir nicht von Anderen übergestülpt worden ist, weil sie schon seit je her du war.
Heutzutage ist niemand mehr so, wie er ursprünglich von der reinen, ursprünglichen Essenz vorgesehen war.
Religionen, Kultur, familiäre Erziehung, Schulsysteme, all diese Institutionen, haben sich seit je her daran gemacht, die Unschuld und Kreativität der Kinder durch Konditionierung zu verdrängen.
Das Kind ist immer vom Input von Außen abhängig, es modelliert ständig seine Umwelt, die Frage ist, wem der Input von außen nutzen soll.
Dem Kind, oder der Institution?
Wer weiß, ob sich das Kind für die Interessen der Mächtigen als nützlich erweisen wird, wenn es behütet aufwächst und seine Kreativität , innere Stärke, Echtheit und Leidenschaft gefördert bekommt.
Das Kind sagt sich dann irgendwann, „ihr könnt mich mal mit Euren Tretmühlen und Hamsterrädern, ich verschreibe meine Seele nur mir ganz allein, und denen die ich liebe“
Im besten Fall ist es rebellisch und auffällig, ein sogenanntes „Problemkind“ , weil sich die Seele noch aufbäumt, aber im schlimmsten Fall ist der Widerstand gebrochen, und der angepaßte Mensch ist bereit einzutreten.
Die Gesellschaft ist heute noch nicht bereit, dieses Risiko einzugehen und den Menschen Mensch sein zu lassen. Das Kind wird geformt und für den Nutzen der Gesellschaft verbogen.
Durch diesen Prozess wird die Seele des Kindes Stück für Stück verdrängt, und eine neue Identität verfestigt. Doch diese Identität ist nur ein Ersatz, eine Kopie, und nur dort nützlich, wo sie geformt worden ist.
Stelle dir einmal vor, ein junger Soldat liebt seinen Gegner wie sich selbst, und der Andere empfindet genauso, und beide liegen sich singend in den Armen. Wo würde das hinführen?
Die falsche Identität ist nur nützlich für Andere, und das ist auch das Gute an Meditation.
Denn sobald du nur lange genug alleine bist, und dich selbst wahrnimmst, fällt diese falsche Selbst wie eine Kruste Stück für Stück von dir ab, doch das macht Angst. Daher haben die meisten Menschen generell ein Problem mit Einsamkeit.
Jeder will zu irgendeinem Kollektiv gehören, Sportverein, Fanclub, einer politischen Partei, einer Religionsgemeinschaft, was auch immer.
Das falsche Selbst braucht die Gesellschaft der Anderen.
Es will Erwartungen erfüllen und erwarten.
Es will Bedingungen erfüllen und bedingen.
Und es will geliebt werden ohne zu lieben.
Anerkannt werden, ohne Anerkennung zu spenden.
Führen, aber nicht geführt werden können.
Unterrichten, aber keine andere Meinung gelten lassen.
Und dann wenn du alleine bist, bekommst du all diese Ideen und Leerläufe des Geistes serviert, und hast Angst, weil das Bild, das dir Andere von dir selbst gemacht haben, anfängt zu bröckeln, und du beginnst ahnungslos zu sein, wer du eigentlich bist.
Und da diese Konditionierung jahrelang stattfand, braucht es eine gewisse Zeit, bis das neue Selbst in dir anfängt hervorzuschimmern.
Und diese Lücke kann bedrohlich empfunden werden, weil du im Begriff bist zu werden und noch nicht bist.
Hier im Westen hat die Gesellschaft kaum eine Ahnung über Meditation, und dabei wäre es so hilfreich , diese Art der Selbsterfahrung zu lehren. Aber in unserer turbokapitalistischen Gesellschaft würden Meditationsübungen wahrscheinlich nur eine Massenpanik auslösen.
Wenn du also meditieren anfängst, wird dir diese Angst wahrscheinlich das Gefühl vermitteln, daß du dich beschäftigen mußt. Deine Konditionierung ist auf Beschäftigung und auf Andere getrimmt. Und wenn kein Anderer da ist und du alleine bist, und keine Beziehung zu jemandem eingehen kannst, dann tust du wenigstens etwas, damit das falsche Selbst beschäftigt bleibt.
Aus diesem Grund tun sich Leute generell so schwer mit ihrer Freizeit.
5 Tage brettern sie Vollgas die Flure auf und ab in den Firmen, und wollen dann am Wochenende Erholung. Und dann ist es aber am allerschlimmsten. An den Wochenenden wird statistisch gesehen am meisten durchgedreht.
5 Tage die Woche wird also beschäftigt, und dann soll am Wochenende Entspannung stattfinden, die aber, wie du zuvor gelesen hast, Angst macht. Alle Entspannung macht Angst, weil dadurch die Identität zu verschwinden droht.
Also hältst du dich wieder mit irgendwas beschäftigt, was dich ablenkt. Du denkst, du fährst aufs Land, oder an den Strand, und triffst dort tausende Leidensgenossen, die die selben Muster fahren.
Du steckst im Verkehrschaos, die Kinder schreien, das altbekannte Drama eben. Und du fragst dich, wo Alle eigentlich hinwollen – sie Alle wollen an ein einsames , ruhiges Plätzchen, aber in Wirklichkeit wollen sie in Gesellschaft bleiben. Alle beeilen sich wie Wahnsinnige, denn die zwei Tage sind bald vorbei, die Uhr tickt. Die Strände an den Seen sind überfüllt, und alle scheinen Sie sich wohl zu fühlen, obwohl in der Stadt , im nahegelegenen Park, oder selbst in den vier Wänden mehr Ruhe zu finden wäre.
Aber niemand ist allein, Hauptsache Leute um einen herum, genauso wie im Büro, oder im Amt.
Diese Zustände sind essentiell, damit das falsche Selbst bestehen kann, aufrecht erhalten bleibt, und sobald es alleine ist, beginnst du am Rad zu drehen. Und genau dann ist es gut, wenn du meditieren kannst.
Du kannst nichts verlieren, was nicht echt ist, und auch wenn das falsche Selbst echt wirkt und altbekannt ist, ist die Belohnung es abzulegen unendlich mal wertvoller.
Wenn das Falsche verschwunden ist, tritt dein wahres Selbst kontinuierlich an seinen richtigen Platz und du gewinnst wieder an Frische und wirst unabhängig. Im Prinzip sind alle Meditationstechniken nichts Anderes als eine Möglichkeit, das falsche Selbst zu zerstören und deine Konditionierungen zu durchschauen, und das im wahrsten Sinne.
Es ist so, als wenn du dich eines falschen Zustandes beraubst und dich mit einem wahren Zustand beschenkst. Es ist ein Ausdruck von Selbstliebe.
Alles was in deiner puren Existenz wurzelt, stärkt dich. Du brauchst dann keine Beschäftigung mehr, keine Ersatzbetätigungen, sondern du bist bereits voller Leben, voller Bewusstsein, voller Kraft und Vitalität.
Wenn du Kinder hast, dann schau sie dir genauer an, sei achtsam und blicke Ihnen in die Augen, wie vital sie sind und unverfälscht. Du willst doch nicht dazu beitragen, daß sie so werden wie du, gehetzt und fehlgeleitet.
Werde wie sie und meditiere!
Kehre zu deinem Ursprung zurück!
Hab keine Angst, denn du kannst nicht verlieren, was früher oder spätestens beim letzten Hemd verloren geht.
Je früher du also mit Meditation anfängst, desto besser. Denn je länger das falsche Selbst bleibt, desto stärker wird es, bis du im Alter seltsame Verhaltenserscheinungen zeigst, oder sich Demenz, oder sonstige Zustände manifestieren.
Gehe nicht von dieser Welt, bevor du wieder dorthin zurückgekehrt bist, der du anfangs warst.
Ich wünsche mir, daß Du dich löst und meditierst.

(Bild von RMhealing)

Ich wünsche mir, daß Du dich löst und meditierst.Phil
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