pfütze

Mußt du wirklich?

Phil Innere Freiheit, Kommunikation Leave a Comment

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Erinnere dich, wann du das letzte mal die Idee hattest, daß du etwas mußt.
Du denkst du mußt dies und jenes tun, all die Dinge, die notwendig sind und irgendwann denkst du, daß du auch abdanken mußt.
Halte einmal inne und frage dich, was dich dazu bringt, deine Kreativität durch eine Denke zu limitieren, die dir keine Wahl läßt, wie eine Maschine zu funktionieren.
Im Prinzip bist du dein eigener Befehlshaber, anstatt dein eigener liebevoller Regisseur und limitierst deinen Lebensweg mit einer undurchdringlichen Mauer, die aus einem einzigen Wort besteht. „Müssen“
In der Linguistik spricht man bei dem Wort „müssen“ von einem Modaloperator der Notwendigkeit.
Dieses eine Wort impliziert nur eine einzige Handlungsalternative, und schränkt den Horizont ein.
Es entsteht ein Zwang.
Willst du dich wirklich zwingen, oder willst du innerlich wachsen?
Willst du dich limitieren, sodaß dein Leben eintönig vor sich hindümpelt, oder willst du innerlich wachsen?
Schau dir einmal die Bäume an. Hast du einmal einen Baum gesehen mit nur einem einzigen Stamm, der eintönig und frei von Ästen, die sich dem Leben entgegengabeln, vor sich hindümpelt?
Ich noch nicht.
Halte inne und fühle, wo dich diese Art des Denkens noch hinführt.
Willst du innerlich frei sein?
Dann fange an eine wertschätzende Kommunikation zu führen mit dir selbst, und betrete eine Ebene höher, von der aus du deine Denke beobachten kannst.
Von dieser Metaebene aus kannst du jeden implizierten Zwang hinterfragen:
Du mußt pünktlich sein -> was würde passieren wenn du zu spät kommst?
Du mußt gehen -> was würde passieren, wenn du bleibst?
Ich muß stark sein -> Was hält dich davon ab Schwäche zu zeigen?
Du kannst immer die Konsequenzen deiner Zwanghaftigkeit in Frage stellen und damit Anregungen finden, die mehrere Denkmöglichkeiten und Alternativen aufzeigen.
Zudem kannst du das Wort „müssen“ durch andere Modaloperatoren ersetzen, wie zum Beispiel „dürfen“ , „können“, „sich erlauben“ , „mögen“ und „wünschen“.
Aus „ich muß Geld verdienen“ kann dann „ich darf Geld verdienen“ , „Ich kann und bin in der Lage Geld zu verdienen“ , „Ich erlaube mir Geld in meinem Leben zu vermehren“, „ich mag Geld verdienen“ und „ich wünsche mir Geldsegen in meinem Leben“ werden.
Wenn du es hinbekommst, eine liebevolle Art der Kommunikation mit dir selbst zu pflegen, wird auch dein Umfeld direkt davon profitieren können und deine Beziehungen werden sich freier entfalten.
Wenn du Kinder hast, dann staune, wie sich ihre Widerstände deiner Zwanghaftigkeit gegenüber auflösen. Wenn du einmal wieder denkst, daß du los mußt und dein Kind „trödelt“, oder dir widerspricht.
Kinder sind nicht in Trotzphasen, wie es so schön heißt, sondern sie kämpfen gegen deinem inneren Befehlshaber, indem sie versuchen ihre Integrität zu wahren. Lasse dich davon anstecken und profitiere von ihrer inneren Freiheit, wenn sie lieber in einer Pfütze herumhüpfen, als mit dir einen Termin wahrnehmen zu „müssen“.

(Bild von Oliver Schmidt)

Was würde passieren, wenn du einfach mitmachst?Phil
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