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Sprich achtsam, nimm achtsam wahr!

Phil Innere Freiheit, Kommunikation Leave a Comment

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Wenn Kommunikation zwischen dir und deinem Gesprächspartner gelingt, machst du dir wahrscheinlich keine Gedanken, welche Parameter dazu führen, daß der Gesprächsverlauf fruchtet.
Interessant wird es, wenn Kommunikation nicht wirklich gelingen mag, wenn du auf Widerstände stößt, wenn Negativität zu Gesprächsabbruch führt, wenn schlichtweg das Ziel der Kommunikation nicht erreicht werden kann.
Die Frage, die dich in diesem Fall vermutlich beschäftigen mag ist, wer denn eigentlich die Verantwortung für eine mißlungene Kommunikation trägt.
Der Sender, oder der Empfänger?
In der Kommunikation kannst du folgende Vorannahmen zur Hilfe nehmen:
Die Bedeutung meiner Kommunikation liegt in der Reaktion, die ich darauf erhalte.
Damit soll gemeint sein, daß weder das ,was du gemeint hast, noch das was du gesagt hast zählt, sondern das, wie dein Gesprächspartner auf das von dir Gesagte reagiert.
Kommunikation ist gleichzeitig ein Aktions – Reaktionsmuster.
Wo du eindeutig Verantwortung für das Gesagte und auch nonverbal Gezeigte übernehmen kannst, ist dir achtsam bewußt zu machen, wie eindeutig du sprichst und gleichzeitig wie kongruent deine Körpersprache dazu paßt.
Zudem kannst du dich in Achtsamkeit fragen, mit welcher Intention du überhaupt kommunizierst, also welche Absicht du verfolgst.
Außerdem kannst du beobachten, in welchem Zustand sich dein Gesprächspartner befindet. Ist er ressourcenarm, müde, gestreßt, dann wird er vermutlich jedes Wort auf die Goldwaage legen und deine Botschaft persönlich nehmen, sprich, er wird den Inhalts und Beziehungsaspekt einer Botschaft nicht mehr unterscheiden, und vermutlich auf deine Botschaft persönlich reagieren.
Wenn du in diesem Fall nicht achtsam genug bist, kann es dir passieren, daß du dich im Aktions – Reaktionsmuster wiederfindest.
Dieses Muster verläuft kreisförmig und verstärkt sich damit. Im negativen Fall entsteht daraus der bekannte Teufelskreis der Kommunikation. Dies ist eine Kommunikationsstörung bei der alles, was Du sagst und tust, zur Verstärkung einer Lösungsvermeidung und zu einer negativen Stimmung beiträgt.
Nimm achtsam wahr!
Aber auch als Empfänger kannst du sicherlich Verantwortung für den Gesprächsverlauf übernehmen, indem du genauso achtsam deinen Zustand und die damit verbundenen Emotionen wahrnimmst und auf eine wertschätzende Art deinem Gegenüber mitteilen kannst, was die Kommunikation gerade mit dir macht.
Antworten wie „Ich fühle mich gerade nicht gut, wenn wir so sprechen“ oder, „das was du sagst, verletzt mich gerade, lass uns später reden“ hilft deiner Achtsamkeit dir selbst gegenüber und auch dem Sender der Botschaft, der vielleicht gar nicht merkt, wie unbewußt und unachtsam er gerade kommuniziert.
Zudem kannst du also auch Verantwortung dafür übernehmen, daß die empfangene Nachricht mehr mit dir und deinem Zustand zu tun hat, als mit dem Sender, und in welcher Art du dem Anderen erlaubst, dich so zu fühlen, wie du es nicht willst.
Letztendlich kannst du bei Gesprächspartnern auf Augenhöhe nahezu immer feststellen, daß beide dem jeweils Anderen eine positive Absicht, eine positive Intention unterstellen.
Wenn Kommunikation durch Wertschätzung und Würdigung des jeweils anderen Gesprächspartners getragen wird, helfen sich letztendlich beide, ein positives Aktions- Reaktionsmuster zu etablieren, das auf Dauer Bestand hat.
Ich wünsche mir, daß du achtsam sprichst.
Ich wünsche mir, daß du achtsam wahrnimmst.

(Bild von BarnabyRobson)

Ich wünsche mir, daß du achtsam wahrnimmst.Phil
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